Desktop Metal

Desktop Metal zählt zu den führenden Anbietern der Binder-Jetting Technologie für Metalle und Keramiken im 3D-Druck. Beim Binder Jetting wird ein definierter Werkstoff schichtweise mit einem Binder verbunden und anschließend im Sinterprozess verdichtet. Das Portfolio reicht vom offenen Forschungssystem InnoventX bis zur industriellen Serienproduktion mit dem X160Pro System (160 L Bauvolumen). Die Technologie ermöglicht die Verarbeitung von Metallen und technischen Keramiken für Anwendungen in Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Energie und Verteidigung. Ergänzend bietet Desktop Metal Softwarelösungen zur Optimierung des Druck- und Sinterprozesses.

Desktop Metal 3D-Drucker

Metal Binder Jetting

Studio System

Shop System

InnoventX

X25Pro

X160Pro

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Studio System

[3D-Drucker Metall]

Das Studio System von Desktop Metal wurde von Grund auf für eine einfache Installation und Nutzung konzipiert. Mit der Bound Metal Deposition-Technologie können im zweistufigen Druckprozess individuelle, starke Teile mit komplexen Geometrien hergestellt werden. Unterstütz wird dieser Prozess von der softwarebasierten Überwachung sowie der mühelosen Entfernung der Stützstrukturen.

Studio System
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Shop System

[3D-Drucker Metall]

Das Shop System ist ein 3D-Druck-System zur Fertigung von Metallteilen in Serie mit beständiger Druckqualität. Die Drucklösung von Desktop Metal bietet innovative Materialien, sodass ein müheloser Druck von Endverbrauchsteilen mit qualitativ hochwertiger Oberflächenbeschaffenheit unter Einhaltung der Toleranzen ermöglicht wird.

Shop System
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InnoventX

Der InnoventX von Desktop Metal ist das kompakteste Binder-Jetting-System für die Herstellung von Metall-, Keramik- oder Verbundwerkstoffteilen. Das benutzerfreundliche System eignet sich ideal für den Einstieg in den 3D-Druck für Bildung, Forschung, Prototyping, schnelle Produktentwicklung und Kleinserienproduktion von Endverbrauchsteilen.

InnoventX
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X25Pro

Das X25Pro-System von Desktop Metal verfügt über fortschrtittlichste Technologien und liefert zuverlässige Metall-, Keramik- und Verbundwerkstoffteilen. Das Binder-Jetting-System ist bereits weltweit für die kontinuierliche Produktion von mittleren Stückzahlen und Prototypen im Einsatz.

X25Pro
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X160Pro

Das X160Pro von Desktop Metal ist das weltweit größte Binder-Jetting-System für die Herstellung von Metall-, Keramik- oder Verbundwerkstoffteilen. Ausgestattet mit fortschrittlichster Technologie ist es für die kontinuierliche Produktion konzipiert, unterstützt aber auch Kleinserienproduktion und schnelle Produktentwicklung.

X160Pro

Binder Jetting FAQ – Häufige Fragen zur Technologie einfach erklärt

Was ist Binder Jetting?

Binder Jetting gehört zu den sinterbasierten 3D-Druck-Technologien und folgt einem dreistufigen Prozess:

  • Drucken: Beim Binder-Jetting-Verfahren wird Metallpulver schichtweise aufgetragen. Über tausende Druckdüsen wird anschließend entsprechend des Bauteilquerschnitts ein flüssiges Bindemittel selektiv aufgebracht, das die Pulverpartikel miteinander verbindet. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis das gesamte Bauvolumen mit Bauteilen und losem Pulver gefüllt ist.
  • Entpulvern: Nach Abschluss des Druckprozesses und dem Aushärten des Bindemittels werden die Bauteile in eine Entpulverungsstation überführt. Dort wird das lose Pulver entfernt. Das nicht gebundene Pulver wird über ein integriertes Recycling-System zu bis zu 98 % wiederverwendet.
  • Sintern: Nach dem Entpulvern werden die sogenannten Grünteile in einem Ofen zunächst bei werkstoffspezifischen Temperaturen entbindert (typischerweise ca. 400 °C). Anschließend erfolgt das Sintern knapp unterhalb der Schmelztemperatur des Werkstoffes. Dabei verschmelzen zum Beispiel die Metallpulverpartikel zu einem dichten metallischen Gefüge. Das fertige Bauteil erreicht eine Dichte von bis zu ca. 98 % und weist mechanische Eigenschaften auf, die mit denen von Gussteilen vergleichbar sind. Insgesamt sind die Ergebnisse mit dem etablierten Metal Injection Molding (MIM)-Verfahren vergleichbar.

Ein Erklärvideo finden Sie unter folgendem Link: https://www.youtube.com/watch?v=K0amuXJ2kq0

  1. Skalierbare Produktion
    Das Binder Jetting Verfahren ist ermöglicht eine skalierbare Produktion durch schnelle Aufbauraten im Druckprozess. Im Gegensatz zu laserbasierten additiven Fertigungsverfahren werden die einzelnen Pulverschichten beim Binder Jetting nicht thermisch verschmolzen, sondern durch den gezielten Binderauftrag miteinander verbunden. Dadurch entstehen kurze Prozesszeiten und eine besonders produktive Bauteilherstellung. Anders als bei laserbasierten Systemen werden für den Druck der Grünkörper keine Stützstrukturen benötigt, wodurch eine enge Verschachtelung der Bauteile im Bauraum realisiert werden kann. Damit wird die Baufläche optimal genutzt und die Wirtschaftlichkeit der Produktion gesteigert.
  2. Keine Stützstrukturen
    Das Binder-Jetting-System eliminiert die Notwendigkeit von Stützstrukturen, da die Bauteile durch das umliegende lose Metallpulver in Position gehalten werden. Dadurch lassen sich viele unterschiedliche Geometrien im Baujob erzeugen..
  3. Flexibilität
    Das Binder Jetting Verfahren bietet die Möglichkeit der Verarbeitung einer breiten Palette an Werkstoffen, von Metallen, über Keramiken, bis hin zu Verbundwerkstoffen

Im Binder Jetting Verfahren lassen sich Metalle, Keramiken und Verbundwerkstoffe verarbeiten. Folgende Legierungen lassen sich auf den Anlagen verarbeiten:

  • Metalle: Edelstahl 316L (1.4404), 17-4 PH (1.4542), M2 (1.3343), CoCrMo, IN625 (2.4856), IN718 (2.4668), WC-Co
  • Keramiken: Aluminiumoxid (Al₂O₃), Siliziumkarbid (SiC), Borkarbid (B₄C)
  • Verbundwerkstoffe: Bronze Infiltration von 420 (1.4021), 316L (1.4404)

Metal Binder Jetting gehört zum Binder Jetting Verfahren und beschreibt die Verarbeitung von metallischen Werkstoffen.

  • Binder Jetting = Oberbegriff für das Verfahren mit verschiedenen Materialien
  • Metal Binder Jetting = spezialisierte Variante für die Herstellung von Metallbauteilen mit anschließender Sinterung

Im Vergleich zum klassischen MIM bietet Metal Binder Jetting entscheidende Vorteile:

  • Keine Werkzeugkosten: dadurch kostengünstige Produktion bei Stückzahlen von 1 bis 10.000 Teilen
  • Verkürzung Time-to-Market: Produktion eines iterativ optimierten Bauteils innerhalb 2 bis 3 Wochen – die Herstellung eines Serienwerkzeugs  dauert 5-6 Monate
  • Geometrisch komplexe Metallteils: keine Stützstrukturen, daher hohe Designfreiheit und Felixibilität bei der Gestaltung

Ein großer Vorteil des Metal Binder Jetting ist die enorme Designfreiheit. Komplexe Geometrien, Hinterschneidungen, filigrane Strukturen oder innenliegende Kanäle lassen sich ohne Stützstrukturen realisieren – etwas, das mit herkömmlichen Fertigungsverfahren nicht möglich ist.

Ja. Bauteile aus dem Binder Jetting Prozess können mit etablierten Verfahren weiterveredelt werden, z. B.:

  • Elektropolieren
  • Galvanisieren
  • Mechanische Bearbeitung

Grundsätzlich ist die erzielbare Dichte der Bauteile immer vom Ausgangsmaterial abhängig.
Mit gängigen Edelstählen wie Edelstahl 316L (1.4404), 17-4 PH (1.4542) lässt sich nach dem Sintern eine Dichte von bis zu 98 % erzielen, vergleichbar mit gegossenen Metallteilen. Die mechanischen Eigenschaften machen Binder Jetting zu einer zuverlässigen 3D Druck Technologie für Endanwendungen.

Metal Binder Jetting wird unter anderem eingesetzt in:

  • Forschung und Entwicklung – Materialentwicklung zu neuen Werkstoffen
  • Medizintechnik – medizinische Greifer und Implantate
  • Energiesektor – Hydraulikanwendungen aus Metall und Katalysatoren aus SiC und Graphit
  • Werkzeugindustrie – Werkzeuge aus Hartmetall oder Werkzeugstahl
  • Verteidigungsindustrie – Schutzlösungen aus Keramik oder Waffenteile aus Metall

Binder Jetting entwickelt sich zunehmend zu einer Schlüsseltechnologie für Hochleistungswerkstoffe jenseits klassischer Metallanwendungen. Besonders im Bereich technischer Keramiken und Kohlenstoff zeigt sich das enorme Innovationspotenzial.
Ob in der Raumfahrt, der Verteidigung oder der Energietechnik – die Kombination aus Designfreiheit, Materialperformance und Skalierbarkeit macht das Verfahren zu einem wichtigen Baustein zukünftiger industrieller Entwicklungen.

Als 3D-Druck Reseller von Desktop Metal in der DACH-Region unterstützen wir Sie beim Kauf des passenden Binder Jetting Systems für Ihre Anwendung. Dabei gehen wir wie folgt vor:

  • 1. Schritt – Klärung Anforderungsprofil – In einem ersten Gespräch erfassen wir gemeinsam alle relevanten Informationen zu Ihren Anforderungen. Ziel ist es, eine erste Einschätzung zur technischen Machbarkeit Ihrer Anwendung im Binder-Jetting-Verfahren zu ermöglichen.
  • 2. Schritt – Potenzialanalyse – Auf Basis Ihrer Anforderungen führen wir eine Bauteil- und Kostenanalyse für das geeignete Binder-Jetting-System des Herstellers durch. Diese Analyse gibt Ihnen einen transparenten Überblick über mögliche Stückkosten sowie technische Optimierungspotenziale und unterstützt Sie dabei, das wirtschaftlich und technisch passende System zu kaufen. Dabei zeigen wir Ihnen auf, wie durch gezielte Anpassungen – insbesondere im Design für die additive Fertigung – die Potenziale der Technologie optimal ausgeschöpft werden können.
  • 3. Schritt – Fertigung eines Musterteils – Im nächsten Schritt fertigen wir ein Musterbauteil entsprechend der erarbeiteten Designoptimierungen auf einem unserer Binder Jetting Systeme im eigenen Maschinenpark in Esslingen an. So erhalten Sie eine realitätsnahe Validierung der technischen Umsetzung.
  • 4. Schritt – Kauf und Implementierung der Technologie – Nach erfolgreicher Validierung entscheiden Sie sich, das System zu kaufen. Unsere Servicetechniker übernehmen anschließend die Installation der Anlage vor Ort und begleiten Sie bei der Inbetriebnahme sowie im laufenden Betrieb mit technischer Beratung.

Kontaktieren Sie uns über info@am-pioneers.com oder senden Sie uns hier eine Nachricht

Expert image
Frederik Nußbaumer

Experte für Metal Binder Jetting und
Desktop Metal 3D-Drucker

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