Formnext 2025 Recap – Highlights, Technologien & Innovationen

Die Formnext 2025 hat erneut gezeigt, warum sie eines der wichtigsten Events für Additive Fertigung und industriellen 3D-Druck ist. Für uns war es eine Woche voller Innovationen, wertvoller Kundengespräche und spannender Eindrücke von Partnern wie Desktop Metal, 3DCeram und BMF. Hier erhaltet ihr einen kompakten Überblick über unsere Messewoche – von unserem eigenen Stand bis zu zwei der spannendsten Aussteller im Keramik- und Mikro-3D-Druck.

Teil 1: Unser Messestand mit Desktop Metal – Starke Partnerschaft & praxisnahe Anwendungen

Unser gemeinsamer Stand mit Desktop Metal war ein echter Besuchermagnet. Nach einem herausfordernden Jahr mit negativen Schlagzeilen (Chapter-11-Verfahren) setzte der Messeauftritt ein deutlich positives Signal für den Markt.

Der Fokus lag auf der Präsentation von Anwendungen in verschiedenen Branchen. Besonders positiv wurden die Bauteile aus technischen Keramiken, wie z. B. Siliziumcarbid (SiC), aufgenommen.

Metal Binder Jetting mit dem InnoventX-System

Eines der Highlights blieb über alle Tage hinweg die Demonstration des InnoventX-Systems. Besucher konnten sich direkt vor Ort von folgenden Vorteilen der Anlage überzeugen:

  • Kleiner Bauraum (0,7 L) für geringen Materialeinsatz in der Forschung
  • Offenes Pulver und Bindersystem für die Verarbeitung unterschiedlichster Werkstoffe
  • Patentierte Triple ACT-Technologie für ein dichtes Pulverbett, verteilt und verdichtet feines MIM-Pulver zuverlässig

Viele Besucher äußerten positiv, dass sie in unserem Technologiecenter in Esslingen erste Benchmarks für Tests oder sogar Serienfertigung herstellen lassen können.

Hohe Besucherqualität und klare Projektideen

Sowohl Bestandskunden als auch neue Kontakte kamen mit klaren Projektideen und Fragen. Besonders oft ging es um:

  • Qualifizierung neuer Werkstoffe
  • Fertigung von Kleinserien
  • Unterstützung bei Systeminteresse, inklusive Klärung der technischen Machbarkeit, Kostenkalkulationen sowie der Fertigung erster Benchmarks

Teil 2: 3DCeram – KI-gestützte Keramikproduktion & starke Industrieorientierung

Ein Höhepunkt der Messe war der Besuch am Stand von 3DCeram, an dem Wejdane von AM Pioneers die Kolleg:innen von 3DCeram unterstützt hat. Hier wurde klar, wie weit sich der Keramik-3D-Druck in Richtung Industrialisierung entwickelt hat.

C1000 Flexmatic & Cleaning Station – vollautomatisierter Workflow

Im Zentrum standen der KI-gesteuerte C1000 Flexmatic mit drei Laserköpfen sowie die teilautomatisierte Cleaning Station. Beide Systeme bilden gemeinsam einen hochautomatisierten, reproduzierbaren Prozess – ein entscheidender Faktor für die Serienfertigung von technischer Keramik.

Der KI-Ansatz erzielte besondere Aufmerksamkeit: Besucher lobten die einfache Bedienung, die Prozessstabilität und die steigende Reproduzierbarkeit unabhängig vom Bediener.

Große Bauteile für Luft- und Raumfahrt von Interesse

Ein weiteres Highlight waren die großformatigen Keramikbauteile mit bis zu 600 mm Durchmesser. Besonders die Luft- und Raumfahrt zeigte großes Interesse an diesen Möglichkeiten, da solche Dimensionen bislang nur schwer additiv realisierbar waren.

Auch Besucher aus der Medizintechnik zeigten sich beeindruckt von der Präzision und Materialqualität – ein klares Zeichen dafür, wie vielseitig Keramik-3D-Druck inzwischen einsetzbar ist.

Erfolgreiches Networking & wichtige Neuigkeiten

Die Gespräche mit Kunden verliefen äußerst erfolgreich – sowohl die vorab vereinbarten Termine als auch die zahlreichen spontanten Unterhaltungen.

Ein wichtiger Meilenstein wurde ebenfalls auf der Formnext bekannt gegeben:
Bosch Advanced Ceramics wurde von Sinto übernommen und firmiert nun als Sinto Advanced Ceramics. Damit entsteht eine engere Verbindung zu 3DCeram, was die Position im deutschsprachigen Markt weiter stärkt.

Teil 3: BMF – Mikro-3D-Druck in einer neuen Präzisionsklasse

Auch für BMF war AM Pioneers unterstützend vor Ort. Erik präsentierte dort die neuesten Entwicklungen im Bereich Mikro-3D-Druck, der in Branchen wie Elektronik, Medizintechnik oder Mikrofluidik immer wichtiger wird.

Highlights am Stand

BMF stellte zahlreiche mikroskopisch kleine Bauteile von Referenzkunden aus. Viele Besucher sahen zum ersten Mal Strukturen dieser Präzision.

Besonders hervorzuheben:

  • das neue S240 System für hochpräzise Kleinserien
  • das 10 µm System, das live die extreme Genauigkeit demonstrierte
  • Bauteile, die zusätzlich mittels DVP Sputtering metallisch beschichtet wurden

Diese Kombination aus Mikrostrukturierung und Oberflächenveredelung sorgte für große Begeisterung.

Erstaunte Reaktionen der Besucher

Viele Besucher waren überrascht, wie detailreich und gleichzeitig robust die Teile aus dem BMF-Drucker sind. Die technischen Möglichkeiten von BMF wurden als Benchmark für den Mikrobereich wahrgenommen. Ein Beispiel wie ein anspruchvolles Projekt für eine Kleinserienfertigung für Steckverbinder aussieht kann man hier nachlesen:

https://am-pioneers.com/news/innovativer-testspezialist-fertigt-steckverbinder-in-kleinserien/

Das Networking lief nicht nur am Stand hervorragend. Beim BMF Reseller Dinner am Mittwochabend ergaben sich besonders wertvolle Gespräche mit Systempartnern, potenziellen Kunden sowie Experten aus dem Mikro-3D-Druck.

Fazit: Eine der stärksten Formnext-Messen der letzten Jahre

Für alle 3 Bereiche in denen wir als AM Pioneers präsent waren blicken wir auf eine sehr erfolgreiche Messe zurück. Die Messe hatte eine hohe Besucherqualität, zeigte starkes Interesse an industriellen Anwendungen und wir erhielten sehr viel positives Feedback zu den ausgestellten Lösungen.

Die Formnext 2025 hat klar gezeigt, wohin sich die Additive Fertigung entwickelt:

  • Industrialisiert und automatisiert
  • KI-gestützt und reproduzierbar
  • präziser und vielseitiger
  • mit wachsenden Anwendungen in Luftfahrt, Medizintechnik und Industrie

Damit war die Messe für uns ein voller Erfolg – geprägt von starken Partnerschaften, vielen Fachgesprächen und neuen technologischen Impulsen. Wir freuen uns bereits auf die Formnext 2026 und die Entwicklungen bis dahin.

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