Vom Bauteil zum digitalen Zwilling: 3D-Scanning für die Qualitätskontrolle
Additive Fertigung wird oft über den Druckprozess selbst diskutiert – Werkstoffe, Auflösung, Baugeschwindigkeit. Mindestens ebenso entscheidend ist jedoch, was danach passiert: die Qualitätskontrolle. Ein 3D-Scan macht aus einem physischen Bauteil einen digitalen Zwilling, der sich präzise mit dem ursprünglichen CAD-Modell vergleichen lässt – und wird damit zum unverzichtbaren Baustein professioneller 3D-Druck-Dienstleistungen.
Warum 3D-Scan die additive Fertigung absichert
Ob Metallbauteil aus dem Binder Jetting Verfahren oder resorbierbares Implantat aus dem Kunststoffdruck: Ohne lückenlose Qualitätssicherung bleibt jede additive Fertigung ein Risiko. Der optische 3D-Scan erfasst komplette Geometrien in kurzer Zeit und ermöglicht einen vollflächigen Soll-Ist-Vergleich, statt sich auf punktuelle Messungen zu beschränken. Ein Ansatz, der besonders bei komplexen, generativ gestalteten Bauteilen unverzichtbar ist.
Case Study: Ossiform sichert resorbierbare Implantate mit 3D-Scan ab
Das dänische Medizintechnikunternehmen Ossiform fertigt mit seiner P3D-Bone-Lösung patientenspezifische, biokeramische Knochenimplantate mit einer knochenähnlichen Porosität, die den natürlichen Knochenumbau unterstützen soll. Der Produktionsprozess läuft in vier Schritten: Zunächst wird der beschädigte Knochenbereich per CT erfasst, anschließend entsteht in enger Abstimmung mit den behandelnden Chirurgen das individuelle Implantatdesign, danach folgt der 3D-Druck im Reinraum und anschließend mehrere Qualitätskontroll-Durchläufe mit dem GOM Scan 1.
Der GOM Scan 1 kommt dabei zweistufig zum Einsatz: einmal direkt nach dem Druck, um die Maßhaltigkeit gegen die vordefinierten Toleranzen zu prüfen, und ein zweites Mal nach dem Sintern, um die endgültige Passgenauigkeit für den Patienten sicherzustellen. Ossiform entschied sich für den GOM Scan 1, weil das System auch komplexe, stark variierende Implantatgeometrien zuverlässig erfasst, dank kompakter Bauform auch in beengten Reinraumumgebungen funktioniert und selbst kleinste Abweichungen sichtbar macht. Die Messergebnisse werden als PDF-Berichte dokumentiert und lassen sich direkt in das Qualitätsmanagementsystem einbinden – ein Aspekt, der bei regulatorisch geprüften Medizinprodukten über die Zulassungsfähigkeit mitentscheidet.
3D-Druck-Dienstleistungen: Druck und Messtechnik aus einer Hand
Bei AM Pioneers ist die messtechnische Absicherung fester Bestandteil unserer 3D-Druck-Dienstleistungen. Als Partner von Hands On Metrology setzen wir unter anderem den
GOM Scan 1 und den T-SCAN hawk 2 ein, um additiv gefertigte Metall- und Kunststoffbauteile lückenlos zu dokumentieren – von der Erstbemusterung bis zur Serienfertigung.
Ob Sie einen Metall-3D-Drucker kaufen möchten und ein passendes Prüfkonzept suchen, oder Ihre bestehende additive Fertigung erstmals systematisch vermessen lassen wollen: Sprechen Sie mit unserem Team über die passende 3D-Scan Lösung für Ihre Anwendung.

Erik Nitsche
Sales Engineer BMF
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erik.nitsche@am-pioneers.com