Metal Binder Jetting statt Feinguss für Schmuckanwendungen
Wenn ein Fertigungsverfahren jahrzehntelang Standard war, braucht es einen triftigen Grund, es abzulösen. Beim französischen Traditionsunternehmen EAC – seit 1992 auf Metallzubehör für Schuhe, Lederwaren und Accessoires spezialisiert – war dieser Grund die Kombination aus Werkzeugkosten, Vorlaufzeit und begrenzter Designfreiheit klassischer Fertigungsverfahren. Die Lösung: Metal Binder Jetting auf einem Desktop Metal Shop System.
Warum klassische Verfahren an ihre Grenzen stoßen
EAC fertigte seine Metallzubehörteile bislang im Zamak-Druckguss, im Heiß- und Chemiestanzen von Messing sowie im Feinguss (Lost-Wax-Casting). Alle drei Verfahren haben eines gemeinsam: Sie benötigen aufwendige, teure Werkzeuge, die sich erst ab hohen Stückzahlen rechnen – und die bei jeder Designänderung neu gefertigt werden müssen. Für eine Branche, die zweimal jährlich neue Kollektionen bringt, ist das ein strukturelles Problem.
Case Study: EAC ersetzt Feinguss durch Metal Binder Jetting
Mit dem Umstieg auf ein Desktop Metal Shop System kann EAC komplexe Geometrien realisieren, die mit den bisherigen Verfahren technisch nicht umsetzbar waren – vollständig werkzeuglos. Die Zahlen, die das Unternehmen dazu veröffentlicht hat, sind konkret: Pro Woche lassen sich bis zu 17.600 Einzelteile fertigen, ganz ohne nachgelagerte Montage. Für eine individuell gestaltete Schmuck-/Zubehörkollektion reduziert sich die Fertigungs- und Montagezeit um 250 Stunden. Da die Bauteile im Pulverbett gestützt werden, entfällt zudem die manuelle Nachbearbeitung zum Entfernen von Stützstrukturen – ein Kostenfaktor, der bei klassischer additiver Fertigung oft unterschätzt wird.
Patrick Chouvet, CEO von EAC, bringt den strategischen Nutzen auf den Punkt:
„It’s in the DNA of EAC to offer our customers creatively designed products – with the Shop System, that is now a reality – we can partner with our customers and fulfill their designers‘ dreams.“
— Patrick Chouvet, CEO, EAC
Binder Jetting Drucker kaufen: Was sich aus dem Fall EAC lernen lässt
Wer selbst einen Binder Jetting Drucker kaufen möchte, um Werkzeugkosten und Vorlaufzeiten zu senken, sollte sich am Beispiel EAC orientieren: Der Wechsel lohnt sich besonders dort, wo häufige Designwechsel, kleine bis mittlere Losgrößen und komplexe Geometrien aufeinandertreffen – ein Muster, das sich von Modeaccessoires über technische Kleinteile bis hin zu individualisierten Beschlägen wiederfindet. Auch die Kalkulation bleibt bei steigenden Stückzahlen stabil, da keine zusätzlichen Werkzeugkosten anfallen.
Der Weg zum eigenen Einstieg mit AM Pioneers
Als Technologiepartner von Desktop Metal unterstützt AM Pioneers Unternehmen dabei zu prüfen, ob sich der Umstieg von Feinguss, Druckguss oder Stanzverfahren auf ein Desktop Metal Shop System lohnt – von der ersten Bauteilanalyse bis zur Serienfertigung.
Mehr zu unseren Metall-3D-Druck-Technologien finden Sie außerdem auf unserer Seite zu Desktop Metal.
Sie möchten wissen, ob sich Metal Binder Jetting für Ihre Bauteile oder Kollektionen lohnt? Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie herstellerunabhängig und praxisnah.

Frederik Nussbaumer
Head of Sales
+49 172 4059105
frederik.nussbaumer@am-pioneers.com
Quelle: https://proto3000.com/resources/case_studies/eac-ornaments-metalliques-luxry-metal-3d-printing/ — Proto3000, Case Study „EAC Ornaments Métalliques“ (Desktop Metal Shop System)